[Rezension] Küss niemals einen Nerd || Ayoomi Swan



Laura ist jung, hübsch und hat einen Job in der Marketing-Abteilung einer angesagten Firma. 
Durch Zufall bekommt sie eine große Karrierechance und dann trifft sie auch noch Jan wieder, der sie früher verehrte. Jan ist inzwischen nicht mehr so ein Nerd wie früher, sondern irgendwie richtig cool geworden. Alles könnte so schön sein. Aber was ist das? Jan scheint sie nicht mehr zu erkennen und beachtet Laura gar nicht, dafür ist eine wunderschöne Frau hinter ihm her. Und was macht Laura? Sie verspricht ihrer Konkurrentin auch noch, dabei zu helfen, Jan zu bekommen. 
Klar, dass sich die "Karrierechance" auch nicht so entwickelt, wie sie gehofft hatte. Laura wird sich ganz schön ins Zeug legen müssen, wenn sie ihre Ziele erreichen will. 
Und das ist vor allem Jan, denn schließlich ist er der Nerd, der sie liebte. 
Erotischer Roman aus der Welt von Marketing und Werbung, Nerds, Manga, Anime und Cosplay.

Die Autorin Ayoomi Swan, die ihr Buch selbst verlegt, hat mir netterweise ihr Erstlingswerk als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich ziehe den Hut vor allen Selfpublishern, die viel Zeit und Geld in die Veröffentlichung ihres Buches stecken und dann selten die Aufmerksamkeit bekommen, die anderen Autoren mit Verlag im Rücken zuteil wird. Aus diesem Grund finde ich es auch nicht dramatisch, wenn sich hier und da ein paar Fehler einschleichen, sowohl grammatikalisch als auch sinngemäß. Leider erschließt sich mir die Wahl des Covers nicht. Meine Wahl wäre ein "Nerd" gewesen, der von Laura geküsst wird. Oder die beiden nebeneinander, sie als Business-Frau, er als Computerfreak. 

"Küss niemals einen Nerd" ist aus der Sicht von Laura geschrieben. Sie ist eine toughe, junge Frau, die sehr kontaktfreudig ist und offen mit ihrer Sexualität umgeht. Sie scheut sich in dieser Hinsicht auch nicht vor Neuem. Sie nimmt jeden One-Night-Stand mit, den sie kriegen kann. Dabei negativ aufgefallen ist mir, dass bei keiner Bettszene an die Verhütung gedacht wurde. Sehr leichtsinnig in Zeiten von Aids und anderen Geschlechtskrankheiten. Da bin ich wirklich empfindlich und kann nicht nachvollziehen, wie sowas "vergessen" werden kann. Gerade wenn man mit jemandem intim wird, den man gar nicht kennt. Der Akt an sich ist nicht wirklich romantisch dargestellt, hier geht es wohl einfach nur darum, ihn zu vollziehen. 

Obwohl ich mit Mangas nichts anfangen kann, hat mich das Einbringen von diesen Elementen nicht gestört, da es sich in einem normalen Rahmen bewegt. 
Letztendlich geht es in dem Buch um das Verliebtsein, die liebe Eifersucht und Sex. Es unterhält kurzweilig ohne hohen literarischen Anspruch. Es ist eine alltägliche Geschichte, die man gut in einem weg lesen kann. 

Auch wenn mich die Story an sich nicht wirklich überzeugt hat, habe ich großen Respekt vor der Autorin. Den Schritt zu wagen, sich hinzusetzen, ein Buch zu schreiben und es dann selbst zu vermarkten, finde ich sehr mutig.



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