[Rezension] Traumflieger || Jando

Juli 12, 2015 0 Comments A+ a-



"Es gibt eine Zeit im Leben, in denen man Vergangenes ziehen lassen muss, um dem Glück eine neue Chance zu geben."

Lena und Lasse sind dicke Freunde, die viel Spaß miteinander haben. Dann wird Lasse immer trauriger und dem Mann im Mond bricht das Herz. Der Himmel verfinstert sich, anhaltende Dunkelheit droht. Lenas Hoffnung sind Superhelden, die der Himmel schickt. Jedoch erfährt sie von der Taube Anastasia, dass sie und Lasse auserkoren sind, dem Mann im Mond zu helfen. Gemeinsam mit Lenas Hund Benny Buxbeutel und Schmusewal Schnorchi machen sie sich auf den Weg, um einen Auftrag zu erfüllen, der für zwei Kinder von neun und zehn Jahren eigentlich viel zu schwierig ist. Die Beiden erleben spannende Abenteuer und riskieren sogar ihr Leben.

Lena und Lasse sind beste Freunde, sogar Blutsfreunde auf ewig. Deshalb kann Lena Lasses aufkeimende und immer stärker werdende Traurigkeit auch kaum ertragen. Sie bittet Gott in einem Brief um Hilfe. Diese wird ihr in Form der Taube Anastasia geschickt. Sie bittet die beiden, dem Mann im Mond sein gebrochenes Herz zurückzubringen, sodass er wieder in vollem Glanz erstrahlen kann. Aufgeregt und voller Tatendrang stürzen sich Lena und Lasse mit Hilfe vieler kleiner und großer Helfer in das große Abenteuer. 

Ihr Lohn dafür: sie werden zu Traumfliegern ernannt. 

Jando vermittelt uns aus Lenas Sicht, dass es sich lohnt, immer an seine Träume zu glauben, niemals aufzugeben, auch wenn schwierige Zeiten auf uns zukommen. Dabei sind wir nie alleine. Denn es gibt mindestens einen, der an uns glaubt - wir selbst. Und wenn wir das tun, dann können wir alles schaffen. 

Der Autor versetzt uns Erwachsene in die Denk- und Handlungsweise eines Kindes zurück. Wie einfach es ist, sich etwas zu wünschen und es Kraft unserer Träume wahr werden zu lassen. Je älter man wird, desto mehr verdrängt das rationale Denken den Glauben an Träume und Wunder.

"Magische Momente halten sich nicht an Zeiten. Sie sind immer da. Wir müssen lediglich lernen, an sie zu glauben."
Dank "Traumflieger" kann man sich jedoch immer wieder in diese Zeit zurückversetzen und mit Lena und Lasse magische Momente erleben und kurzzeitig aus der Realität fliehen. 

Mir gefällt die schöne, einfache Gestaltung des Covers. Die geschwungene Schriftart des Titels passt perfekt zum Buch. Die bunten Illustrationen und die vielen Tieren, die hier in der Geschichte vorkommen, machen das Buch auch für Kinder interessant. Die Gestaltung der Bilder ist wirklich sehr gelungen. Sie unterstreichen den Inhalt des Buches und veranschaulichen auf liebevolle Weise gerade für kleine Leser das Abenteuer von Lena und Lasse. 

Jando schafft es, mit einfachen Worten ein zauberhaftes, modernes Märchen entstehen zu lassen, das man immer wieder gerne zur Hand nimmt und uns lehrt, immer an sich und seine Träume zu glauben. 

"Aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, lassen sich neue Brücken bauen. Und verliere deine Träume nicht aus den Augen. Denn ein Leben ohne Träume, ist wie ein Meer ohne Wasser."