[Gehört] Das Mädchen auf den Klippen || Lucinda Riley

Dezember 16, 2015 0 Comments A+ a-



Mit gebrochenem Herzen sucht die Bildhauerin Grania Ryan Zuflucht in ihrer irischen Heimat. Bei einem Spaziergang an der Steilküste von Dunworley Bay wird Grania jäh aus ihren trüben Gedanken gerissen: Am Rande der Klippen steht ein Mädchen, barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet. Der Wind zerrt an der zerbrechlichen Gestalt, und von plötzlicher Sorge ergriffen spricht Grania das Kind an. Ohne es zu ahnen, stößt sie durch diese Begegnung die Tür zu ihrer eigenen Geschichte auf.

Bei dieser Geschichte stimmt einfach mal wieder alles. Die Autorin erschafft in der malerischen Landschaft Irlands eine tragische, aber auch sehr rührende Familiengeschichte. Die Verknüpfung schicksalhafter Ereignisse aus Vergangenheit und Gegenwart gelingt hier perfekt. Die Geschehnisse wirken real, obwohl Riley hin und wieder ihre mystischen Fäden spinnt, wobei diese nie übertrieben unglaubwürdig dargestellt werden. Vielmehr zeigt sie uns auf, dass auch in unserer rationalen Welt Magie möglich sein kann. Und gerade das Ende lässt den Hörer/Leser mit einem kleinen verträumten Lächeln zurück.
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Riley stattet alle mit ihren eigenen Geschichten aus, bei denen Emotionen und Tiefgang in perfekter Portion gewählt wurden. Die Harmonie oder aus Disharmonie zwischen den einzelnen Personen ist für den Hörer geradezu spürbar.

Trotzdem ich bereits das dazugehörige Buch gelesen habe, konnte ich den begeisterten Stimmen zu diesem Hörbuch nicht widerstehen und so ist es postwendend in meinen Besitz gewandert. Mir gefällt das Hörbuch sogar noch einen kleinen Tick besser als das Buch selbst. Einen großen Anteil daran hat die wundervolle Stimme von Simone Kabst, die uns gefühlvoll und mit der nötigen Dramatik durch Auroras Geschichte führt. 

Vielen Dank an den Hörverlag, der mir das Hörbuch freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. 

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