[Nachgefragt] Das Autorenduo B.C. Schiller steht Rede und Antwort


© Olivier Favre: Barbara und Christian Schiller

Hallo ihr Lieben,

im Dezember durfte ich "Rattenkinder" (meine Rezension dazu findet ihr hier), das neue Buch vom Autorenduo B.C. Schiller lesen. Es hat mir super gut gefallen und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Fall von Kommissar Tony Braun.

Kurz vor Weihnachten hatte ich dann noch die Möglichkeit, die beiden mit Fragen zu löchern. Die Antworten dazu möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, sondern gerne mit euch teilen.

Vielen Dank an Bastei Lübbe, die sowohl das Buch zur Verfügung gestellt haben, als auch den Kontakt zu Barbara und Christian Schiller hergestellt haben. Und natürlich ein herzliches Dankeschön an die beiden, dass sie sich die Zeit genommen haben, mir Rede und Antwort zu stehen.


1. Wie kamt ihr dazu, gemeinsam zu schreiben und wie lange macht ihr das schon? Was sind eurer Meinung nach die Vorteile oder auch Nachteile daran?

Wir schreiben jetzt bereits seit vier Jahren. Christian hat ja schon früher einige Bücher veröffentlicht und als ausgesprochene Thrillerfans haben wir im Urlaub die Thriller unserer Lieblingsautoren verschlungen. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis wir selbst begonnen haben, eine Story zu entwickeln. Daraus ist dann unser erster Tony Braun-Thriller entstanden. Das wir hauptberuflich schreiben, war eigentlich nie geplant, sondern hat sich so ergeben.

Vorteile des gemeinsamen Schreibens sind, dass wir sehr intensiv an unseren Thrillern arbeiten können. 

Der Nachteil ist, dass wir natürlich 24 Stunden zusammen sind und mit unseren Protagonisten leben. Da ist es ganz normal, dass wir uns manchmal nicht mehr sehen können.


2. Möchtet ihr gerne einmal ein "Solo"-Buch schreiben und veröffentlichen?

Nein, das haben wir zurzeit noch nicht überlegt und auch nicht geplant.


3. Ihr habt euch auf Thriller spezialisiert. Wäre ein anderes Genre für euch vorstellbar? Wenn ja, welches?

Thriller machen uns Spaß, denn da können wir unsere „dunklen Seiten ausleben“. Wenn ein anderes Genre in Frage kommt, dann nur ein ganz dramatischer Roman mit ganz tragischem Ende.


4. Fließen autobiographische Elemente/Erfahrungen in eure Bücher/Protagonisten mit ein?

Nein. Autobiographisches fließt nicht in unsere Bücher ein. Es sind alles Ideen, die wir in gemeinsamen Brainstormings entwickeln und dann umsetzen.


5. Habt ihr Musen/Vorbilder für eure Bösewichte?

Bei Viktor Maly in „Rattenkinder“ haben wir ein wenig an Hannibal Lecter gedacht. Wir wollten aber die Person des Kannibalen weiterentwickeln und mehr auf die psychopathische Ebene bringen.


6. Gab es schon einmal Unstimmigkeiten zwischen euch bzgl. dem weiteren Verlauf/Ausgang
eines Buches?

Ja, sicher haben wir oft Unstimmigkeiten. Gerade gegen Ende eines Buches wird es sehr emotionell zwischen uns beiden. Aber zum Glück haben wir einen sehr guten Mediator, nämlich unseren Hund Jabali, der beim Schreiben immer dabei ist und es schafft, dass wir uns wieder versöhnen.


7. Wie arbeitet ihr? Am Schreibtisch, im Büro oder doch lieber auf der Liege am Strand?

Schreiben auf Mallorca hört sich für viele immer wie ein endloser Urlaub an, aber die Wirklichkeit ist viel banaler: Trotz Sonnenschein sitzen wir den ganzen Tag in unseren Zimmern und schreiben an unseren Geschichten. Erst abends machen wir dann einen ausgedehnten Spaziergang mit unserem Hund und reflektieren das Geschriebene. Da bleibt einfach keine Zeit für die Liege am Strand.

© Soravit Lertphiphat: B.C. Schiller und mit ihrem Hund Jabali

8. Der nächste Tony Braun ist ja schon in Planung. Wann können wir uns auf ein Wiedersehen mit ihm freuen?

Wir arbeiten gerade an dem Plot und hoffen, dass es im Herbst wieder soweit ist.



Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen sowie frohe und besinnliche Weihnachten, einen guten Beschluss 2015 und einen super Start ins Jahr 2016.


Auch wir sagen vielen Dank für die sehr interessanten Fragen und wünschen Dir ein supertolles Jahr 2016.

Barbara y Christian

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