[Gehört] Bis zum letzten Tag || Nicholas Sparks

März 02, 2016 0 Comments A+ a-



In "Bis zum letzten Tag" geht es um die Arzthelferin Gabby Holland, die der Liebe wegen umzieht. Ihr neuer Nachbar Travis Parker, Dauersingle und Frauenheld, nervt sie permanent mit seiner lauten Musik und seinen regelmäßigen Zusammenkünften mit seinen Freunden.
Als er Gabby eines Tages zu einem gemeinsamen Bootsausflug einlädt, ahnt er noch nicht, dass dieser Tag sein Leben komplett auf den Kopf stellen wird. Wie sollte es anders sein, verliebt sich Travis Hals über Kopf in Gabby. Doch ist ihr Herz bereits vergeben. Ist Travis bereit, um sie zu kämpfen oder entsinnt er sich darauf zurück, dass sein Leben ohne Frau und Amore auch seine Vorteile hat?  

"Bis zum letzten Tag" habe ich bereits vor einigen Jahren als Buch gelesen. Da aber im März der zugehörige Film ins Kino kommt, wollte ich mir die Geschichte nochmal in Erinnerung rufen. Und ja, was soll ich sagen, es war etwas enttäuschend. 

Warum das? 
Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste beginnt im Jahr 1996 und beschreibt, wie sich Travis und Gabby kennenlernen. Gleich von Anfang an plätschert die Geschichte so vor sich hin, ist zu sehr ausgeschmückt mit Nichtigkeiten, die das Buch nur unnötig in die Länge ziehen und dabei keinerlei Bewandtnis haben. Eine detaillierte Beschreibung von Travis Lieblingssportarten hat mich nicht so interessiert...
Teil 2 spielt im Jahr 2007. Einiges ist in diesen knapp 10 Jahren geschehen. Beim Hörbuch habe ich den Schnitt nicht so wirklich mitbekommen und kam kurzzeitig nicht mehr mit. Im Buch ist das natürlich offensichtlicher. Es wurde sehr rührselig und fast schon kitschig. Ich bin in Bezug auf Kitsch ja einiges gewohnt, allerdings nicht von Nicholas Sparks. Das Ende war rund, aber wenig überraschend, was mich jedoch nicht sonderlich gestört hat. 

Die Charaktere an sich waren ok. Sie sind nicht herausragend, aber auch nicht ganz banal. Travis und Gabby bleiben, trotz ausführlicher Beschreibungen ihrer Vorlieben und Tätigkeiten, sehr blass und oberflächlich. Beide konnten mich nicht berühren. 

Nicholas Sparks schafft es regelmäßig, mich zu Tränen zu rühren. Sei es durch ein besonderes Schicksal der Protagonisten, oder durch die Wirkung seiner Worte auf mich. All das fehlte mir bei "Bis zum letzten Tag". Es fühlte sich eher wie eine Geschichte an, die schnell zu Papier gebracht werden musste, als eine durchdachte, romantische Liebesgeschichte.
Der gewünschte Wow-Effekt bleibt bei "Bis zum letzten Tag" leider aus. Ich kann nur vermuten, warum mir das Buch vor Jahren so gut gefallen hat. Wahrscheinlich lag es daran, dass ich damals um die 20 war und einfach noch leichter zu begeistern. Den Film werde ich mir trotz allem anschauen, vielleicht kann er mich überraschen. 

Alexander Wussow hat ein ganz tolle Vorlesestimme, ich habe ihm sehr gerne zugehört. Sie ist beruhigend, aber nicht einschläfernd. Perfekt für ein Hörbuch dieser Art.