[Rezension] Eine wundersame Weihnachtsreise || Corina Bomann


Inhalt


Eigentlich kann Anna Weihnachten nicht ausstehen. Doch in diesem Jahr setzt sie sich ihrem Bruder zuliebe in den Zug, um mit der Familie zu feiern. Was folgt, ist ein Roadtrip der verschneiten Art: Nichts geht mehr, Anna muss sich mit Schneepflug und per Anhalter durchschlagen, und überall läuft in Dauerschleife "Last Christmas". Doch anstatt ihre Entscheidung zu bereuen und sich auf die sonnigen Bahamas zu träumen, nutzt Anna die Gelegenheit, über ihre Familie und sich selbst nachzudenken. Corina Bomann erzählt eine zauberhafte Geschichte, die die Magie des Weihnachtsabends auf wunderbare Weise einfängt. (Quelle: Weltbild)


Meine Meinung


Anna ist ein Weihnachtshasser, ein Grinch, sozusagen. Das lässt sie den Leser gerade auf den ersten Seiten und weiterhin im Verlauf des Buches immer wieder spüren. Ich kann ihr da leider nicht zustimmen, denn der Advent und Weihnachten sind für mich eine magische Zeit. In einem Punkt sind wir uns jedoch einig: "Last Christmas" im Original oder in einer der hunderten Cover gehört verboten.

Dennoch beschließt sie, dem Fest der Liebe eine Chance zu geben und reist nach mehreren Monaten wieder in ihre Heimat Berlin zu ihrer Familie. Der Weg dorthin gestaltet sich jedoch länger und verzwickter als geplant. Anna erlebt auf ihrem "Roadtrip" einiges skurriles und kurioses. Von manchem glaubt man sogar, es entspringt ihrer Fantasie. Je näher Anna ihrem Ziel kommt, desto unrealistischer wird es. Kein Mensch kann so viel Pech haben wie Anna. Da hat die Geschichte leider an Glaubwürdigkeit eingebüßt.

Corina Bomanns Schreibstil mag ich sehr. Er ist modern, mit einem Touch Humor ausgestattet und ihre Bücher lassen sich immer wunderbar leicht lesen. Auch die Gestaltung von Cover und Kapitelüberschriften gefällt mir bei diesem Buch sehr gut. Leider konnte das inhaltlich nicht mithalten.Vielleicht wollte die Autorin eine Art Märchen erschaffen, was ihr meines Erachtens nicht gelungen ist. Das Buch hat nichts Magisches, nichts Berührendes an sich, was mich als Leser in der Vorweihnachtszeit ansprechen würde.

Fazit


Es hat sich mal wieder herausgestellt, dass ich einfach kein Weihnachtsbuch-Leser bin. Alle Geschichten, inklusive dieser hier, sind beladen mit Klischees und lassen einfach keine Weihnachtsstimmung aufkommen. Eine nette Lektüre für Zwischendurch, die jedoch nicht lange in Erinnerung bleibt. Ich widme mich dann lieber ihren anderen Büchern, die mich bisher alle einnehme und von sich überzeugen konnten. 

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