[Rezension] Paper Princess - Versuchung || Erin Watt




Inhalt


Sie sind reich, sie sind mächtig und verdammt heiß! Kannst Du ihnen widerstehen?

Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen. (Quelle: Piper Verlag)


Meine Meinung


Dieses wirklich hübsche Buch habe ich bereits bei meinen Recherchen zu den Neuerscheinungen für März entdeckt und war sofort verliebt in dieses Glitzercover. Dennoch wollte ich erst einige Rezensionen abwarten, bevor ich es mir näher anschauen wollte. Lovelybooks hat meine Pläne mit einer funkelnden Überraschungspost durchkreuzt. Als es dann so vor mir lag, wollte ich nur mal kurz reinschnuppern - erfolglos, denn ich war sofort angetan von Ellas Geschichte. Der Klappentext hat mich gewaltig auf die falsche Fährte geführt und so für einige Überraschungsmomente gesorgt. Denn anstatt auf übertriebene und an den Haaren herbeigezogene Sexszenen, setzt das Autorenduo Erin Watt auf eine gut strukturierte Geschichte mit Sinn und Herz. Als moderne Cinderella-Story würde ich das Buch nicht bezeichnen, denn da gibt es doch große Unterschiede - zumindest bisher. Wer weiß, was die Autoren sich für Ella noch ausgedacht haben.

Ganz ohne Klischees kommt Paper Princess dann aber doch nicht aus. Diese sind aber so charmant untergebracht, dass man sie entweder überliest oder sie mit einem Schmunzeln hinnimmt. Ein Buch dieses Genres zu schreiben ohne diverse klischeebehaftete Situationen oder Charaktere ist meiner Meinung nach kaum möglich. Von daher drücke ich hier großzügig ein Auge zu. Denn die Unterhaltung, die dieses Buch mit sich bringt, macht die ein oder andere "Augen-roll-Situation" wieder wett. Ebenso wie unsere toughe Protagonistin Ella. Von wegen Aschenputtel, Ella nimmt es mit (fast) jedem auf. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die weiß was sie will oder auch nicht.



Besonders gut gefällt mir der einnehmende, flüssige Schreibstil. Es fällt schwer, das Buch, einmal zur Hand genommen, wieder zur Seite zu legen. Das führt auch zu einem flotten Lesefluss, der jäh mit einem wirklich bösen Cliffhänger am Ende des ersten Teils gestoppt wird. Autoren von Mehrteilern haben es mittlerweile echt drauf, den Leser am verlängerten Arm verhungern zu lassen :) Allein deshalb werde ich mir den zweiten Teil auch zulegen, sobald er verfügbar ist.

Fazit


Paper Princess ist den ganzen Hype wert, der um dieses Buch herrscht. Das Rad wird hier nicht neu erfunden, dennoch punkten hier vor allem der Schreibstil und die Charaktere. Paper Princess ist ein Buch fürs Herz, ohne Kitsch, aber dennoch romantisch. Ein New-Adult-Buch ganz nach meinem Geschmack und für Fans dieses Genres die perfekte Lektüre.
Ein wunderbarer Auftakt zu einer, hoffentlich, weiterhin mitreißenden Story rund um Ella und ihre fünf unbeschreiblich schönen Royal-Brüder. 

Vielen Dank an Lovelybooks für die Übersendung dieses wunderschönen Buches. 

Kommentare

  1. Hallo!
    Ich bin ehrlich gesagt verwundert über deine Rezension. Wenn ich lese, dass Paper Princess eine Geschichte "mit Herz" sein soll. Die Auszüge, die ich bisher aus dem Buch gelesen habe, drehen sich um eine 17jährige Protagonistin, die ihren Lebensunterhalt mit strippen verdient, sexuelle Belästigung durch die "Brüder" und einen der Brüder, der ihr fester Freund wird und sie trotzdem wie Dreck behandelt. Für mich kommt dieses Buch aus dem Grund überhaupt nicht in Frage und ich kann ehrlich gesagt die positiven Rezensionen auch nicht nachvollziehen. Das Wenige, was ich über das Buch weiß finde ich schon so abstoßend, dass ich nicht weiß, wo in der Geschichte das Herz und die Romantik sein sollen, außer man findet es romantisch, wenn eine Jugendliche sexuell belästigt wird.
    Viele Grüße
    Yvonne

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    1. Hey Yvonne,
      deine Kritik ist durchaus nachvollziehbar, wenn man die Geschichte in seine Einzelteile zerlegt und von einem sehr kritischen Standpunkt aus betrachtet. Für mich war es ein knapp 400-seitiges Unterhaltungsbuch, welches man ohne großes geschichtliches oder wirtschaftliches Wissen herunterlesen konnte, nicht mehr und nicht weniger. Und nur weil auf das Thema sexuelle Belästigung nicht ellenlang drauf eingegangen wird, heißt es doch nicht, dass das Thema den Autoren egal ist, es ist nur nicht das Hauptaugenmerk der Story. Mich würde nun interessieren, ob solche Themen deiner Meinung nach komplett übergangen und eher komplett ausgeschlachtet werden sollten?
      Ich kann positive Rezensionen zu Büchern, die ich nicht mochte auch immer schwer nachvollziehen, aber da jeder Mensch einen anderen Lesegeschmack hat, lasse ich demjenigen gerne seine Meinung :)

      Liebe Grüße,
      Janine

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    2. Hallo Janine,
      ich kann positive Rezensionen zu Bücher, die ich nicht mochte durchaus oft nachvollziehen.

      Ich selber habe, wie ich schrieb, Paper Princes nicht gelesen, da ich mich aufgrund der Auszüge aus dem Buch schon abgestoßen fühlte. Ich wollte dir deine Meinung auch auf keinen Fall absprechen (Geschmäcker sind verschieden), denke nur, dass man in der Rezension auf das Thema eingehen sollte, da das Thema sexuelle Belästigung, zumindest nach dem, was ich bisher über das Buch gelesen habe, einen großen Teil der Geschichte auszumachen scheint und die Autorin sich nicht kritisch damit auseinander zu setzen scheint. Das ist etwas, was ich für extrem problematisch halte, bei einem Jugendbuch, das ab 14 Jahren empfohlen wird. Ich denke, dass gerade in Jugendbüchern Autoren über die Handlung ganz deutlich klar machen müssen, dass jeder das Recht am eigenen Körper hat und es ganz und gar nicht zu dulden ist, dass Frauen oder auch Männer (denn die betrifft das Thema ja auch), sexuell belästigt oder von ihrem Partner erniedrigt werden. Ich sehe hier eine große Verantwortung der Autoren. Man darf auf keinen Fall vermitteln, dass es in irgendeiner Art und Weise okay sein könnte.

      Aber, wie gesagt, jeder hat seine eigene Meinung. Ich war nur überrascht von deiner sehr positiven Rezension, da diese nicht zu den Eindrücken passt, die ich bisher zu dem Buch gewonnen habe.

      Liebe Grüße
      Yvonne

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    3. Zu deinem letzten Satz: Das geht mir auch hin und wieder so und dann überlege ich, ob derjenige ein anderes Buch gelesen hat als ich. Und dann fällt mir ein, dass er seine Eindrücke und Empfindungen wiedergibt, die auf teilweise auf Erlebtem oder auch Erlerntem basieren. Und dann ist es für mich in Ordnung.

      Mir kam es beim Lesen nicht so vor, als würden die Autoren es in Ordnung finden, dass Frauen/Männer belästigt werden oder es in Ordnung ist, sich erniedrigen zu lassen. Die Charaktere setzen sich schon zur Wehr und dulden sexuelle Gewalt nicht. Im zweiten Teil wird da nochmal näher drauf eingegangen, was dann auch zu einem (vorherigen) Abschluss dieser Thematik führt.

      Du hast recht, man hätte das Thema in der Rezension berücksichtigen können. Ich habe es jedoch nicht so empfunden, dass das Hauptaugenmerk auf diesem Vorfall lag und es daher vernachlässigt.

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    4. Ah, okay, verstehe! Jetzt kann ich gut nachvollziehen, warum du es dann natürlich nicht thematisiert hast. Spannend, die ganzen verschiedenen Meinungen zu lesen.

      Ich hoffe nicht, dass du dir von mir auf die Zehen getreten gefühlt hast. Es war absolut nicht abwertend gemeint.
      Danke für den interessanten Austausch, den ich wirklich gut fand!
      LG und hab noch einen schönen Samstag!
      Yvonne

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    5. Ach Quatsch, ich finde es doch auch interessant, wenn es nicht nur eine Meinung zu einem Buch gibt. Deine Kritik war konstruktiv und überhaupt nicht beleidigend. Danke für deine Professionalität ;)

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  2. Liebe Janine,
    ich freue mich gerade wie ein Schnitzel (ha, den Ausdruck habe ich von Franzi (Büchertatzen) geklaut xD), dass du das Buch so empfunden hast, wie ich. Mir geht es zur Zeit tierisch auf die Nerven, wie jedes Fitzelchen an sexueller Handlung mit erhobenem Zeigefinger auseinanderklabüstert und schlechtgeredet wird, ebenso, wie es mir gehörig auf den Zeiger geht, dass wir Leser auf Grund unseres Lesegechmacks doof von der Seite angemacht werden. Vielleicht sollte man den allen mal sagen, dass man A) bei einer Buchreihe erstmal alle Teile lesen sollte, bevor man über "Schönreden/nicht Schönreden" urteilt, dass es B) eine Vorgeschichte und damit auch Gründe für das Verhalten gibt und dass es C) auch tatsächlich Frauen gibt, die sich gerne von den schlimmen Jungs dominieren lassen, sich aber deswegen keineswegs erniedrigt oder benutzt fühlen.

    Meine Meinung zu "Paper Princess" kommt in den nächsten Tagen und sie wird ähnlich ausfallen wie deine. Ich würde deine Rezension darin gerne verlinken, wenn das für dich okay ist?

    Ich wünsche dir einen wundervollen Sonntag und lasse dir noch ganz liebe Grüße da
    Maike

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