[Rezension] Das saphirblaue Zimmer || Karen White, Beatriz Williams, Lauren Willig


Inhalt


Drei Frauen in bewegten Zeiten und ein Schicksal, das sie alle verbindet ... 

Manhattan 1945: Die junge Ärztin Kate Schuyler und ihr Patient, der verletzte Soldat Cooper Ravenal, fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Doch wer ist die Frau auf dem Bild in Coopers Amulett, die wie Kate aussieht? Als sich die beiden langsam näher kommen, finden sie heraus, dass ihre Familien seit Generationen durch ein tragisches Schicksal verbunden sind, das vor allem das Leben der Schuyler-Frauen bestimmt und seinen Anfang im »saphirblauen Zimmer« nahm. Dieses besondere Zimmer soll sich in einem großbürgerlichen Haus an der Upper East Side befinden und könnte auch Kate und Cooper vor ungeahnte Entscheidungen stellen. (Quelle: Randomhouse)



Meine Meinung


Bücher, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen, finden des Öfteren den Weg in mein Bücherregal. So war es nun auch mit dem saphirblauen Zimmer, welches die Geschichten dreier Frauen erzählt, deren Leben auf irgendeine Art verbunden zu sein scheint und ihren Ursprung in eben jedem saphirblauen Zimmer hat. Zwischen den Damen und ihren Geschichten liegt dabei immer ein Zeitabschnitt von ca. 20 Jahren. Besonders spannend fand ich hierbei, dass jeder Part, also die jeweiligen Zeitebenen, von einer anderen Autorin geschrieben wurde. Wie dabei eine schlüssige Handlung entstehen sollte, blieb mir das dahin ein Rätsel. 

Eins vorweg: es hat geklappt. Wenn man als Leser nichts von der Entstehung des Buches weiß, merkt man in keinster Weise, dass hier mehrere Autorinnen am Werk waren. Jeder Handlungsstrang geht schlüssig und passend ineinander über, ohne dass die Geschichte unterbricht oder man sich als Leser fragt, woher dieser oder jener Plottwist nun kommt. 

Doch worum geht es eigentlich? Drei Frauen - Olive, Lucy und Kate - kämpfen in drei Epochen um ihre Anerkennung, ihre Rechte und vor allem um ihre Liebe. Drei starke Frauen wohl bemerkt, die sich nicht unterkriegen lassen, obwohl sie das Leben des Öfteren in die Knie zwingt. Ihre Leben sind auf gewisse Weise miteinander verwoben. Und hier kommt der Clou - dem Leser erschließen sich erst relativ spät in der Geschichte die wahren Zusammenhänge. Bis dahin stellte ich wage Vermutungen an, hoffte teilweise, dass sie sich nicht bewahrheiten würden. Wir erleben genau dieses Auf und Ab mit der jeweiligen Protagonistin und treiben somit gleichermaßen in deren Gefühlschaos mit. 

Das saphirblaue Zimmer ist ein toller Unterhaltungsroman, der mich sowohl vom Schreibstil als auch von der Geschichte selbst überzeugen konnte und in den ich mich gerne zurückgezogen habe. Neben einigen gesellschaftlichen Themen vom Anfang des 20. Jahrhunderts sind es aber vor allem die persönlichen Schicksale von Olive, Lucy und Kate, die mich als Leserin hier eingenommen haben. Für alle Liebhaber kurzweiliger Familienromane ist dieses Buch genau das richtige.


Vielen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. 

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